Heilfasten nach Buchinger – Geschichte und Wissenswertes

Aktualisiert: Feb 28


Fasten ist kein Trend unserer Zeit – es ist das beste Gesundheits- und Anti-Aging-Programm.


Es ist für alle, die etwas für sich tun möchten. Die auf einfache und kostengünstige Weise ihrem Leben mehr Leichtigkeit geben möchten.


Die Fastenmethode nach Buchinger gibt es bei uns erst seit 100 Jahren, unsere Vorfahren praktizierten es bereits vor tausenden von Jahren. Es gehörte zu ihrem natürlichen Zyklus.


In diesem Artikel geht es um die Geschichte des Buchinger-Heilfastens, sowie Wissenswertes rund um das Fasten.





Wer war Otto Buchinger und wie ist er zum Heilfasten gekommen?


Schon immer beeindrucken mich Familienunternehmen. Der Name BUCHINGER gehört dazu.

Von Generation zu Generation werden Ideen und Wissen weitergegeben und entwickelt – angepasst an die jeweiligen Bedürfnisse der Zeit.


Otto Hermann Ferdinand Buchinger (1878 bis 1966) war ein deutscher Arzt und Begründer des Heilfastens.



Taucht man etwas tiefer in die Geschichte des Fastens ein, geht es noch weiter zurück. Bereits Pythagoras sprach vor 2.500 Jahren darüber, dass „Fasten ein vortreffliches Mittel zur Erhaltung uns Wiederherstellung der Gesundheit sei“.


Hildegard von Bingen (1098 bis 1179) hat sich als Benediktinerin intensiv dem Heilfasten gewidmet. Ihre aufgezeichnete Methode ist dem Buchinger Heilfasten sehr nahe.



Otto Buchinger erkranke 1917 an einer Mandelentzündung. Diese heilte nicht aus und führte zu einem schweren Rheuma in den Gelenken. Das war zu diesem Zeitpunkt (vor der Entdeckung der Antibiotika) nicht heilbar.


Somit unterzog er sich 1919 einer fast dreiwöchigen Fastenkur bei einem Kollegen in Freiburg im Breisgau – mit Erfolg!


Das führte dazu, dass Otto Buchinger sich mit der alternativen Naturheilkunde befasste und 1920 in Witzenhausen die erste Heilfastenklinik – das Kurheim Dr. Otto Buchinger - gründete.


1953 gründete Buchinger gemeinsam mit seiner Tochter Maria Buchinger und ihrem Ehemann Helmut Wilhelmi eine weitere Klinik in Überlingen am Bodensee.


Die Klinik heißt heute „Buchinger-Wilhelmi – Klinik für Heilfasten, Integrative Medizin und Inspiration!“





Heilfasten oder Fasten – was ist richtig?


Das Buchinger-Heilfasten ist eine Form des Fastens, die sowohl als Gesundheitsprävention als auch als Therapie bei bestimmten Krankheiten angewendet werden kann.

Wir sprechen heute vom Heilfasten und vom Fasten.


Auch auf meiner Webseite www.leichter-fasten.de verwende ich beide Begriffe.


Um „Heilfasten“ zu klassifizieren schauen wir auf den Gesundheitszustand und die Art der Betreuung:


  • Therapeutisches Fasten – stationär in einer Klink mit Begleitung durch Ärzte (zum Beispiel Buchinger-Klinik Überlingen, Charité Berlin)

  • Präventives Fasten - Fasten außerhalb der Klinik mit ärztlicher Betreuung

  • Fasten für Gesunde - Fasten-Betreuung durch Fastenleiter*in

In den weiteren Beschreibungen und Ausführungen beschäftigen wir uns mit dem „Fasten für Gesunde“.





Fasten für Gesunde – Dein Gesundheits- und Anti-Aging-Programm


5 bis 7 Tage Fasten kann jeder, der sich gesund und fit fühlt.


Die kleinen Beschwerden des Alltags können durch regelmäßiges Fasten gelöst werden.


Nachweislich und nachhaltig werden Allergien, Unverträglichkeiten, Gelenkprobleme, Bluthochdruck und mehr durch das Fasten reguliert.


Wir drücken einmal auf die Reset-Taste und geben unserem Körper die Chance alles, was sich angesammelt hat und nicht gebraucht wird, zu entsorgen.


Wir mobilisieren also die zelleigene Müllabfuhr.


Eine Reduktion des Gewichtes geht damit automatisch einher, sie ist nicht das primäre Ziel beim Buchinger-Fasten.


Für Menschen die eine schwere Erkrankung haben/hatten, Schwangere oder Mütter in der Stillzeit ist fasten nicht geeignet. Genauso wie für Kinder, Jugendliche und Menschen mit Untergewicht.


Wer regelmäßig Medikamente nimmt, sollte auf jeden Fall einen fastenerfahrenen Arzt konsultieren.


Die Angebote für „Fasten für Gesunde“ sind vielfältig.


Vom Fastenwandern in der Gruppe in den schönsten Gegenden bis zum Fasten zu Hause ist alles möglich.





Wie fasten wir heute?


Auch das Heilfasten passt sich den Bedürfnissen unserer Zeit an.


Wir sind flexibel, mobil und digital und können unsere Fastenzeit so gestalten wir es für uns und unserem aktuellen Lebens-Rhythmus passt.


Wer im Job ist und/oder Familie hat kann sich oft nicht eben mal für 7 bis 28 Tage „ausklinken“ und entspannt wohin fahren.


Deshalb gibt es heute vielfältige Angebote und Unterstützung für das Fasten zu Hause.



Beim Fasten nach Buchinger gibt es 3 Phasen:

Entlastungstage - Fastentage - Aufbautage



Erste Phase: Die Entlastungstage


In den meisten Anleitungen für das Fasten ist von einem Entlastungstag die Rede.


Meine Erfahrung und Empfehlung ist, mit der Entlastung gern ein paar Tage vor den Fastenbeginn zu starten.


Das macht es leichter!


Auch wenn Du kein starker Kaffeetrinker bist, wirst Du für 1 bis 2 Tage einen stechenden Kopfschmerz haben. Das ist echter Entzug!


Die ersten 2 bis 3 Tage beim Fasten (die Umstellung des Stoffwechsels) kann etwas mühsam sein. Wenn dann der Kopfschmerz bereits besiegt ist – um so besser.


Die „Henkersmahlzeit“ macht keinen Sinn. Es ist unnötiger Ballast, der mühsam wieder entsorgt werden muss.


Leichtere, vegetarische Kost, viel Tee und Wasser trinken stimmt den Stoffwechsel auf die Umstellung ein.



Zweite Phase: Die Fastentage


Mitunter ist der Anfang von etwas Großartigem etwas mühsam. Gerade wenn Du zum ersten Mal fastest, ist es eine ordentliche Umstellung für den Körper.


Das wichtigste für Dein Fastenerlebnis ist, dass Du im Kopf die Entscheidung getroffen hast, dass Du es unbedingt machen möchtest.


FÜR DICH und DEINE GESUNDHEIT



Die Bausteine des Fastens nach Buchinger sind:

Energiezufuhr - Fastenverpflegung - Darmentleerung - Bewegung - Zeit für Dich



Die Energiezufuhr


Wir nehmen täglich bis zu 250 kcal zu uns.



Die Fastenverpflegung



Wir versorgen uns ausschließlich flüssig.


  • Stilles Wasser und verschiedene Kräutertees

  • Frische Bio-Obst- und Gemüsesäfte

  • Gemüsebrühe


Insgesamt sollten es mindestens 3 Liter am Tag sein. Das schafft man leicht!


Vergiss auch auf Wanderungen die Trinkflasche nicht.




Die Darmentleerung


Gestartet wird mit der (zugegeben) unangenehmen Prozedur der ersten Darmreinigung. Bei Buchinger erfolgt das mit Glaubersalz.


In den folgenden Tagen muss der Darm regelmäßig „geputzt“ werden.


Da er in einen Fasten-Schlaf gesunken ist, müssen wir ihm dabei helfen.


Bei Fasten-Einsteigern höre ich oft Widerstand gegen den Einlauf.


Wer ihn beim Fasten (mit fast leerem Darm) erlebt hat, ist schnell begeistert von der Wirkung. Etwas Übung braucht es und natürlich Geduld.

Ich empfehle Dir dieses Einlaufset.


Wenn es absolut nicht jeden Tag sein soll, kann auch zwischendurch Sauerkrautsaft trinken.



Bewegung an der frischen Luft


… ist das beste was Du machen kannst.





Es unterstützt den Prozess in Deinem Körper und gibt Dir Schwung und Energie. Der Sauerstoff geht in alle Zellen und es tut einfach gut.


Du stärkst Dein Immunsystem und Deine Muskeln.


Wenn Du an den ersten beiden Tagen vielleicht noch etwas Hunger hast, hilft die Bewegung darüber hinweg.


Was kannst Du machen?


Am Morgen nach dem Aufstehen ist man häufig noch ein bisschen wackelig. Der Kreislauf ist „im Keller“. Wieder hinlegen ist verlockend, aber der falsche Weg.

Leichtes Yoga oder andere Übungen, die Dich dehnen und mobilisieren helfen Dir.


Am Tag kannst Du Wandern, Radfahren, Schwimmen, Joggen – was Du magst und schaffst. Das ist abhängig von Deiner Konstitution und wird ab Tag 3 immer besser.


Fasten ist eine aktive Zeit – aber keine Zeit der Höchstleistungen.



Zeit für Dich


Auch wenn Fasten zu Hause häufig „in Familie“ stattfindet, schau, dass Du Zeit für Dich findest.


  • Eine wohltuende Massage

  • Besuch einer Sauna (ab dem dritten Tag)

  • Ein gutes Buch

  • Lieblingsmusik

Wie ein Fastenwoche bei Leichter-fasten.de aussieht, kannst Du HIER nachlesen!



Dritte Phase: Die Aufbautage



Die Fastenzeit endet mit dem Fastenbrechen.


Traditionell mit einem Apfel, der der beste Apfel Deines Lebens sein wird.


Die Aufbautage sind sehr wichtig, um von den wunderbaren Effekten des Fastens nachhaltig zu profitieren.


Es ist die Chance alte Gewohnheiten gar nicht erst wieder aufleben zu lassen.

Noch ein paar Tage oder Wochen ohne Süßigkeiten und Alkohol. Die Leichtigkeit mitnehmen in die nächsten Wochen und Monate – das ist die Idee.


Das Verdauungssystem bekommt mit dem Fastenbrechen das Signal, dass es wieder los geht. Aber bitte langsam und behutsam – wir möchten doch auch sanft geweckt werden.


Wir starten mit kohlenhydratreichen Lebensmitteln, die fett- und eiweißhaltigen Nahrungsmittel kommen nach und nach dazu.


Ich habe sehr gute Erfahrungen mit einer Möhren-Kartoffelsuppe, Obst, und etwas Quark.


Das Beste ist, dass Du alles neu schmeckst – neu entdeckst. Du wirst einfach tolle Geschmackserlebnisse haben.



EXTRAS


36 Seiten vollgepackt mit Informationen zu den Entlastungs- Fasten - und Aufbautagen, eine Einkaufsliste sowie Platz für Deine ganz persönlichen Gedanken in der Fastenzeit.


Teilnehmer der Leichter-Fasten-Kurse bekommen dieses Buch nach Hause geschickt.


Du kannst ves Dir HIER kostenfrei downloaden.





BUCHTIPP


Die Auswahl an Ratgebern zum Thema Heilfasten ist groß - die Qualität leider nicht immer.


Mein Tipp ist dieses Buch von Dr. Andreas Buchinger. Es ist leicht verständlich mit vielen guten Tipps und Hinweisen.


Bei leichter-fasten.de orientieren wir uns an diesem Programm.


Es kostet in DE 14,99€ und ist sowohl bei Amazon (Klick auf das Bild) oder im Buchhandel zu beziehen.




Quellen: wikipedia, dge.de


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Antje Reich -  www.leichter-fasten.de