FÜNF Mythen des Heilfastens

Rund um das Fasten gibt es viele Mythen. In diesem Artikel gehe ich einigen von ihnen auf den Grund


Erfahre in diesem Artikel


  • Warum Du wirklich keinen HUNGER beim Fasten hast.

  • Warum Du beim Fasten SPORT machen kannst und es auch tun solltest

  • Warum Du beim Fasten keine Angst vor EIWEIßMANGEL haben musst

  • Wie man beim Heilfasten dem JOJO-EFFEKTentgegen wirkt

  • Warum man irgendwie etwas "müffelt" und was dagegen hilft


Ich wünsche Dir viel Spaß beim Lesen und gute Fasten-Erkenntnisse!




FASTEN – MYTHOS - NUMMER 1 – Hunger


Wir LIEBEN das Leben und dazu gehört unbedingt gutes Essen.



Fasten-Mythos "Hunger" von leichter-fasten.de

Weil beim Fasten keine Nahrung zu sich nimmt, hat man Hunger!


Diese Sorge ist verständlich, denn die Aussicht eine ganze Woche oder länger nur Wasser, Tee und Brühe zu sich zu nehmen – klingt zunächst nicht so verheißungsvoll.


Im Nicht-Fasten-Modus haben wir schon ein paar Stunden nach der letzten Mahlzeit oft großen Hunger. Wir denken, dass wir gleich sterben müssten, wenn kein Nachschub kommt.


Dem ist natürlich nicht so!


Während wir heute IMMER und ÜBERALL einen Überfluss an Nahrungsangeboten haben, war dies nicht immer so.


Unsere Vorfahren hatten natürliche Fastenzeiten – Zeiten, in denen sie auf Nahrungssuche waren.


Schlimme Ereignisse wie Kriege und Nöte haben ebenfalls zu unfreiwilligen Fasten-Zeiten – in diesem Fall spricht man von Hungerszeiten – geführt.


Das kennen wir hier in Europa nicht mehr – zum Glück!


Beim Fasten schaltet unser Körper um. Die Energie wird nicht mehr von außen, sondern von innen geliefert.


Für diese Energie-Umstellung braucht unser Stoffwechsel ca. 2 Tage. In dieser Zeit werden vornehmlich unsere Glucosespeicher geleert und die Energie aus den Eiweißen bezogen. Nach den beiden ersten Tagen wird die Energie zu 90% aus den Fettzellen geholt.


Dort haben wir genug gespeichert. Unsere Fettzellen sind meistens gut gefüllt.


7 Tage oder mehr – OHNE – das schaffen wir leicht!


Unser gesamtes Verdauungssystem geht in eine Art "Fastenschlaf" - sie kommen zur Ruhe. Gönnen wir unseren schwer arbeitenden und zuverlässigen Verdauungs-Helfern diese Auszeit zur Regeneration.



Fazit: Fasten bedeutet nicht Hunger.



FASTEN – MYTHOS - NUMMER 2 - Fasten und Sport - das geht GAR NICHT!


Sollte man wirklich? Geht das - OHNE Essen – auch noch Sport machen?



Fasten-Mythos "Sport treiben"

Das geht sehr gut sogar!


Bewegung ist beim Heilfasten prima, denn sie unterstützt die Prozesse im Körper.


Wir wollen alles Überflüssige abtransportieren – mit Bewegung und ordentlich Sauerstoff im Blut fällt es unserem Körper leichter.


Die Muskeln werden so nicht abgebaut, sondern kräftig gestärkt.




Wie viel und welche Sportarten sind besonders geeignet?


Das hängt natürlich zunächst davon ab, wie sportlich aktiv Du im Alltag bist.


Wenn Du zum Beispiel aktiver Fußballspieler*in bist oder Marathon läufst, kannst Du auch beim Fasten ein höheres Pensum absolvieren.


Es gibt sogar das sogenannte SPORTFASTEN, eine verschärfte und auf die Bedürfnisse von Athleten angepasste Variante des Heilfastens.


Wenn Du eher moderaten Sport treibst, oder noch gar keinen, solltest Du während des Fastens auf die bewährten Ausdauersportarten zurückgreifen.


Am Morgen sind Yoga und/oder Pilates, Tai Chi oder Qi Gong ganz wunderbar um den Kreislauf in Schwung zu bringen.


Tagsüber empfehle ich:

  • Wandern/Spazieren gehen

  • Rad fahren

  • Schwimmen

  • Nordic Walking

  • Als Schlecht-Wetter-Option geht auch der Crosstrainer

Du wirst merken, es geht jeden Tag ein bisschen besser!


Der Kopf und die Gedanken werden frei.


Ich bin eine Fasten-Wanderin. Ich liebe es am Strand, am See oder in den Bergen unterwegs zu sein.


Fazit: HEILFASTEN und AKTIV sein, das passt sehr gut zusammen!


Finde die Sportart, die für Dich passt und nehme sie auch nach der Fastenzeit mit in Deinen Alltag – für mehr Leichtigkeit!


FASTEN – MYTHOS - NUMMER 3 – Eiweißverlust


Eiweiße sind elementare Bausteine unseres Lebens!



Fasten-Mythos "Eiweißverlust"

Verlieren wir beim Fasten zu viel Eiweiß?


Auf einem meiner Beiträge in den sozialen Netzwerken schrieb mir eine Kommentatorin: „Ich halte nichts von Fasten (Eiweißabbau und so…)“.


Auf Nachfrage verriet sie mir, dass sie Sportlerin ist.


Dieser Einwand hat sich, nicht zuletzt durch Schlagzeilen wie „Beim Fasten verliert der Körper Muskeln und sogar Herzmuskeleiweiß!“, fest verankert und ist doch ein Mythos.


Kein Grund zur Sorge!


Schauen wir einfach noch einmal, was beim Fasten im Körper passiert:


Die Ernährung wird umgestellt von außen nach innen:

  • Am ersten Tag werden die als Glykogen im Körper gespeicherten Kohlehydrate aus Leber und Muskeln verbraucht.

  • Für die Versorgung des Gehirns und der Blutzellen mit Zucker wird vorübergehend mehr Eiweiß herangezogen

  • Die Energiegewinnung aus Fett wird auf etwa 95% hochgefahren (ab Tag 3)


Fett ist absolut der höchste Energielieferant (Hauptbrennstoff beim Fasten).


Oftmals wird Fasten mit der sogenannten Null-Diät (ausschließlich Wasser oder Tee) verwechselt.

Hier kann es tatsächlich bei längeren Fastenzeiten zu hohem Eiweißverlust und auch zum Muskelabbau kommen.


Beim Buchinger-Heilfasten nehmen wir eine kleine Menge an Kohlehydrate zu – Säfte, zwei bis drei Teelöffel Honig und Gemüsebrühe.


Dies reduziert den Eiweißverbrauch.


Statt Muskelschwund findet ein Recycling der Eiweißstrukturen statt.

Ausreichend Bewegung unterstützt die Muskulatur und Leistungsfähigkeit.


Fazit: Keine Angst vor Eiweißmangel!


Selbst bei einer Fastenzeit von bis zu 4 Wochen brauchst Du Dir keine Sorgen machen.




FASTEN – MYTHOS - NUMMER 4 – der Jojo-Effekt


Was der Jojo-Effekt ist und warum er immer wieder auftritt.


Fasten-Mythos "Jojo-Effekt"

Wie Heilfasten diesem Effekt entgegen wirkt


Da hat man sich mühsam durch die x-te Diät gequält um das Gewicht zu reduzieren und das Ergebnis kann sich sehen lassen!


Die Freude ist groß – leider oftmals nur für kurze Zeit


Der sogenannte Jojo- Effekt schlägt zu – es ist die schnelle und durchaus unerwünschte Gewichtszunahme nach einer Diät.


Mitunter sogar auf ein höheres Körpergewicht als vorher.


Wie kommt das?


Bei einer Diät wird der Kalorienumsatz oftmals drastisch heruntergefahren. Das einzige Ziel ist ABNEHMEN!

Dadurch wird der Grundumsatz reduziert.

Um also das erkämpfte niedrigere Gewicht dauerhaft zu halten, muss auch der Grundumsatz dauerhaft niedrig gehalten werden. Das gelingt meistens nur für kurze Zeit.


Wenn Du also nach einer Diät wieder so isst wie vorher, nimmst Du noch schneller wieder zu.


Ein wahrer Teufelskreis entsteht.


Um Dein Wunschgewicht langfristig zu erreichen und zu halten ist eine konsequente Umstellung der Gewohnheiten, der Ernährung und des Lebensstils die beste Option.


Was ist beim Heilfasten anders?


Zu allererst geht es beim Fasten nicht vordergründig um Gewichtsreduzierung. Es geht darum dem Körper eine ganzheitliche Phase der Reinigung/ Entschlackung und Regeneration zu bieten.


Eine erfreuliche Gewichtsreduktion ist auf Grund dessen, dass ab dem dritten Fastentag die Energie zu über 90% aus eigenen Fettreserven bezogen wird, nicht zu vermeiden ;-)


Wenn Du aktiv fastest, bedeutet das…


  • Du verzichtest bewusst und freiwillig auf feste Nahrung

  • Du bewegst Dich in der Zeit aktiv – idealerweise an der frischen Luft

  • Du nutzt unterstützende Maßnahmen

Du veränderst Dein Mindset!


Diese Leichtigkeit Deines Körpers möchtest Du so lange wie möglich behalten. Es ist gerade so schön aufgeräumt im Innen und im Außen.


Nicht nur das!


Es ist nach dem Fasten viel leichter, Gewohnheiten zu ändern. Der Appetit (die große Lust) zum Beispiel auf Süßes ist weg.


Durch die Bewegung beim Fasten hast Du Muskeln aufgebaut. Wir wissen, dass Muskeln mehr Energie verbrauchen und den Grundumsatz erhöhen.


Wenn Du die Bewegung mit in den Alltag nimmst, schaffst Du gut Voraussetzungen Dein Gewicht zu halten.


Fazit: Fasten unterstützt Dich, dauerhaft Dein Wohlfühl-Wunschgewicht zu erreichen und zu halten.


Durch das Heilfasten gewinnst Du einen neuen Lebensstil, der Dir hilft mehr Leichtigkeit in Dein Leben zu bringen.



FASTEN – MYTHOS - NUMMER 5 – man „müffelt“ irgendwie...


Zugegeben ist das ein Mythos der sogar stimmt.


Fasten-Mythos "Mund- und Körpergeruch"

Warum es trotzdem auf die Liste der Fasten-Mythen gehört?


Bevor ich zum allerersten Mal gefastet habe, las ich in einem Buch, dass man beim Heilfasten Mund- und auch Körpergeruch habe.


Damit hatte sich für mich das Thema zunächst erledigt. ;-)


Wer möchte schon unterwegs sein und die Leute drehen sich alle weg oder denken gar, dass man keine gute Körperpflege betreibt?


Trotzdem hat es mich sehr gereizt, dieses Fasten einmal auszuprobieren und ich bin an die Ostsee gefahren.

So in einer Gruppe – dachte ich – müffeln wir eben alle – und wir sind am Meer.


Das war 2004 und ich faste seitdem jedes Jahr!


Es ist also bedingt doch ein Mythos, denn es ist nicht so schlimm und Du kannst dem etwas entgegenwirken.


Wie kommt es zum „müffeln“?


Während wir fasten scheiden wir viele Giftstoffe aus. Das Abtransportieren erfolgt über

  • die Blase und den Darm

  • über die Haut

  • über die Schleimhäute

Das löst einen nicht so frischen Atem und moderaten Körpergeruch aus.

Wenn Du wie ich nicht rauchst, hast Du schon einmal bessere Karten. Bei Rauchern ist es deutlich intensiver.


Was kannst Du dagegen tun?


Beim Fasten sollst Du viel trinken, mindesten 2-3 Liter am Tag, gern auch etwas mehr. Dadurch wird unser Körper durchgespült und der Abtransport der unliebsamen Stoffe vorgenommen.


Gegen Mundgeruch kannst Du folgendes tun:

  • Tee trinken – Fenchel, Anis- oder Salbeitee sorgen für einen besseren Atem

  • Mehrmals täglich die Zähne putzen, gern auch einen Zungenschaber verwenden.

  • Zitronenspalten aussaugen

Auf keinen Fall solltest Du Kaugummi kauen. Durch die Kaubewegung wird die Speichelproduktion angeregt und dem Magen das Signal gesendet, dass Nahrung unterwegs ist.


Damit setzt Du die Verdauung wieder in Gang und das kann zu Hungergefühlen führen. Das möchten wir beim Fasten unbedingt vermeiden.


Was Du darüber hinaus machen kannst:


  • Bevorzuge Kleidung aus atmungsaktivem Material.

  • Verwende eine gute Naturseife

  • Ein Körperpeeling hilft der Haut beim Atmen und macht sie schön

Vermeide Lotionen und Deos, die die Poren „zuschmieren“.


Fazit: Es ist zwar eines der wenigen unangenehmen Begleiterscheinungen des Heilfastens – aber keine Sorge, niemand wird es bemerken!



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Mitglied im Verein für Unabhängige GesundheitsBeratung

Antje Reich -  www.leichter-fasten.de