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5 Fasten Mythen – Fragen und Antworten

Aktualisiert: 9. Dez. 2022


Antworten auf die 5 beharrlichsten Fasten Mythen

Erfahre in diesem Artikel



Ich wünsche Dir viel Spaß beim Lesen und gute Fasten-Erkenntnisse!


 


Hunger während der Fastenzeit – Mythos Nummer 1


Hat man in einer Fastenzeit nicht ständig Hunger?


Ohne Nahrung hat man Hunger.

Warum sollte das beim Fasten anders sein?


Die Sorge Hunger zu haben ist tief in uns verankert. Wir brauchen Nahrung zum Überleben. Deshalb ist diese Sorge absolut begründet.


Während wir heute einen Überfluss an Nahrungsangeboten haben, war dies nicht immer so.

Unsere Vorfahren hatten natürliche Fastenzeiten – Zeiten, in denen sie in etwas auf Nahrungssuche waren. Für diese „Notzeiten“ legt uns Körper noch immer Reserven an.

Oftmals werden sie allerdings nicht benötigt.


Die meisten Menschen haben Reserven für schlechte Zeiten, die es nicht gibt.


Der Mythos, dass man während einer Fastenzeit Hunger hat, ist wohl die häufigste Sorge bei Fasten-Einsteigern. Die Überraschung – dass dem nicht so ist – hinterher ist umso größer.



Was passiert beim Fasten in unserem Körper?


Es geschieht etwas ganz Erstaunliches.

In den ersten 2 bis 3 Tagen erfährt der Stoffwechsel eine Umstellung.


Da keine Energie mehr von außen zugeführt wird, greift der Organismus auf die gespeicherten Reserven zurück. Sie liegen in der Regel in den Fettzellen.


Während dieser Umstellung des Stoffwechsels werden vornehmlich unsere Glucosespeicher geleert und die Energie aus den Eiweißen bezogen.


Nach den beiden ersten Tagen wird die Energie zu 90 % aus den Fettzellen geholt.


Dort haben wir alle ausreichend gespeichert, um 7 bis 10 Tage mühelos davon zu leben. Gleichzeitig setzt sich der körpereigene Prozess der Autophagie in Gang. Dieser Prozess ist für die Regeneration und Erneuerung der Zellen verantwortlich.



Mitunter haben Fastende ein Hungergefühl.


Ist es wirklich Hunger, oder sind es die Gedanken und Gewohnheiten, die uns einen Streich spielen?


Gegen dieses Gefühl helfen ein Tee, die Gemüsebrühe, Bewegung und ein Einlauf.


7 Tage oder mehr – OHNE – das schaffst Du leicht.


Unser gesamtes Verdauungssystem geht in den Urlaub – sie kommen zur Ruhe. Gönnen wir unserem schwer arbeitenden und zuverlässigen Verdauungssystem diese Auszeit zur Regeneration.



Fazit: Fasten bedeutet nicht Hunger. Die benötigte Energie wird aus den gespeicherten Reserven bezogen.


 

Fasten und Sport – das geht gar nicht! – Mythos Nummer 2


Sollte man wirklich ohne Nahrungsaufnahme Sport machen?


Ist man dafür nicht viel zu schlapp?


Ich kann Dir versichern – das geht ausgezeichnet!


Nicht nur, dass es ausgezeichnet funktioniert, Bewegung ist beim Heilfasten enorm bedeutungsvoll, denn Bewegung unterstützt die Fasten-Prozesse im Körper nachhaltig.


  • Alles, was im Körper nicht mehr benötigt wird, muss abtransportiert werden. Mit Bewegung und ordentlich Sauerstoff im Blut fällt es unserem Körper leichter.

  • Bewegung an der frischen Luft macht den Kopf frei für neue Gedanken und Ideen.

  • Der Kreislauf kommt in Schwung und das Herz-Kreislaufsystem wird ordentlich gestärkt.

  • Muskeln werden aufgebaut. Sie sind unser größter Energieverbraucher.

  • Wer eine Fastenzeit für aktive Bewegung nutzt, nimmt diese später besser mit in den Alltag.




Wie viel Sport kannst Du beim Fasten machen und welche Sportarten sind geeignet?

Das hängt natürlich zunächst davon ab, wie sportlich aktiv Du im Alltag bist.


Wenn Du etwa aktiver Fußballspieler*in bist oder Marathon läufst, kannst Du auch beim Fasten ein höheres Pensum absolvieren.


💡 Wusstest Du das? Sportfasten ist eine verschärfte und auf die Bedürfnisse von Athleten angepasste Variante des Heilfastens. Spitzensportler fasten vor entscheidenden Wettkämpfen.


Wenn Du eher moderat Sport treibst, oder noch gar keinen, solltest Du während des Fastens auf bewährte Ausdauersportarten zurückgreifen.


Am Morgen sind Yoga und/oder Pilates, Tai-Chi oder Qi Gong ganz wunderbar geeignet, um den Kreislauf in Schwung zu bringen.


Diesen Sport kannst Du immer machen:

  • Wandern/spazieren gehen

  • Rad fahren

  • Schwimmen

  • Nordic Walking

  • Joggen

  • Gymnastik, Rehasport

Du wirst merken, es geht jeden Tag ein wenig besser!


Der Kopf und die Gedanken werden frei.


Finde die Sportart, die für Dich passt und nehme sie auch nach der Fastenzeit mit in Deinen Alltag – für mehr Freude an der Bewegung und Leichtigkeit.


Fazit: Heilfasten heißt aktiv sein. Sport unterstützt die positiven Effekte des Heilfastens enorm.


 


Achtung Eiweißmangel! – Mythos Nummer 3


Komme ich beim Heilfasten in einen Eiweißmangel?


Auf einem meiner Beiträge in den sozialen Netzwerken schrieb mir eine Kommentatorin:

„Ich halte nichts von Fasten (Eiweißabbau und so…)“.


Auf Nachfrage verriet sie mir, dass sie Sportlerin ist.


Diese Sorge ist unbegründet!


Weiter oben im Artikel konntest Du bereits lesen, was beim Fasten im Körper passiert.


Du weißt jetzt, dass nach der Umstellung des Stoffwechsels – ab dem dritten Tag – Fett der höchste Energielieferant (Hauptbrennstoff) 🔥 beim Fasten ist.


Mitunter wird Heilfasten mit der sogenannten Null-Diät verwechselt. Bei dieser strengen Form des Fastens wird oftmals über einen längeren Zeitraum nur Wasser getrunken.


Hier kann es tatsächlich bei längeren Fastenzeiten zu hohem Eiweißverlust und auch zum Muskelabbau kommen.


Beim Buchinger-Heilfasten nehmen wir eine kleine Menge an Kohlehydrate zu – Säfte, zwei bis drei Teelöffel Honig und Gemüsebrühe.


Dies reduziert den Eiweißverbrauch – der Körper kommt in ein Eiweiß-Spar-Programm.


Statt Muskelschwund findet ein Recycling der Eiweißstrukturen statt.


Ausreichend Bewegung unterstützt die Muskulatur und Leistungsfähigkeit.


Diese 4 Gemüsesorten:

  • Grünkohl

  • Mangold

  • Spinat und Kresse

sind tolle Eiweißlieferanten und Du kannst sie prima in einem Fastensaft verarbeiten, oder die Kresse über die Gemüsebrühe streuen.



Vier Gemüsesorten - tolle Eiweißlieferanten
Vier Gemüsesorten - tolle Eiweißlieferanten


Fazit: keine Angst vor Eiweißmangel in der Fastenzeit.



Du willst es endlich selbst erleben?





Wenn Jo-Jo-Effekt gnadenlos auftritt – Mythos Nummer 4


Was genau ist der Jo-Jo-Effekt und wie kannst Du ihn verhindern?

Wie Heilfasten dem Jo-Jo-Effekt entgegenwirken kann.


Du hast Dich mühsam durch die x-te Diät gequält, um das Gewicht zu reduzieren und das Ergebnis kann sich sehen lassen!


Die Freude ist groß – leider oftmals nur für kurze Zeit.


Der Jo-Jo-Effekt schlägt zu – es ist die schnelle und unerwünschte Gewichtszunahme nach einer Diät.


Mitunter sogar auf ein höheres Körpergewicht als vorher.


Und weil es häufig zu einem Auf und Ab des Gewichtes kommt, hat man diesen Effekt nach dem beliebten Spielzeug benannt.


Wie kommt es zum Jo-Jo-Effekt?


Bei einer Diät wird der Kalorienumsatz oftmals drastisch heruntergefahren. Das Ziel ist abnehmen.

Dadurch wird der Grundumsatz reduziert.


Um also das erkämpfte niedrigere Gewicht dauerhaft zu halten, muss auch der Grundumsatz dauerhaft niedrig gehalten werden. Das gelingt meistens nur für kurze Zeit.


Wenn Du also nach einer Diät wieder so isst wie vorher, nimmst Du noch schneller erneut zu.


Ein wahrer Teufelskreis entsteht.


Um Dein Wunschgewicht langfristig zu erreichen und zu halten, ist eine konsequente Umstellung der Gewohnheiten, der Ernährung und des Lebensstils erforderlich.


Und das ist mühsam.



Heilfasten gegen den Jo-Jo-Effekt
Heilfasten gegen den Jo-Jo-Effekt


Warum ist beim Heilfasten anders?


Beim Fasten nicht vordergründig um Gewichtsreduzierung.

Es geht darum, dem Körper eine ganzheitliche Phase der Reinigung und Regeneration zu bieten.

Der körpereigene Prozess der Autophagie wirkt als Jungbrunnen.


Eine deutliche Gewichtsreduktion ist beim Fasten ein erfreulicher Nebeneffekt. Du hast bereits gelesen, dass ab dem dritten Fastentag die Energie zu über 90 % aus eigenen Fettreserven bezogen wird. Somit schmelzen die Fettreserven dahin.

Wenn Du aktiv fastest, bedeutet das…


Du verzichtest bewusst und freiwillig auf feste Nahrung

  • Du bewegst Dich in der Zeit aktiv – idealerweise an der frischen Luft

  • Du nutzt unterstützende Maßnahmen, wie den Leberwickel und die Darmreinigung

Du veränderst Dein Mindset!


Diese Leichtigkeit Deines Körpers möchtest Du so lange wie möglich behalten. Es ist gerade so schön aufgeräumt, im Innen und im Außen.


Und jetzt kommt das Entscheidende:


Es ist nach dem Fasten viel leichter, Gewohnheiten zu ändern.


  • Der Appetit (die große Lust) zum Beispiel auf Süßes ist weg.

  • Eine Ernährungsumstellung fällt leichter, weil Du wieder bei null beginnst.

  • Durch die Bewegung beim Fasten hast Du Muskeln aufgebaut. Wir wissen, dass Muskeln mehr Energie verbrauchen und den Grundumsatz erhöhen.

  • Wenn Du die Bewegung mit in den Alltag nimmst, schaffst Du gut Voraussetzungen Dein Gewicht zu halten.

  • Viele meiner Kursteilnehmerinnen „verlängern“ ihre Fastenzeit durch Intervallfasten.


Fazit: Nach einer Fastenzeit gelingt es Dir leichter, Deine Ernährungs- und Lebensgewohnheiten zu verändern. Nur so kannst Du den Jo-Jo-Effekt vermeiden.



 


Über Fasten-Gerüche – Mythos Nummer 5

Stimmt es, dass ich beim Fasten etwas unangenehm rieche?


Ja, das stimmt.


Es ist ein sicheres Zeichen dafür, dass in Deinem Körper ordentlich aufgeräumt wird. Die Ausscheidung geschieht über die Schleimhäute, die Haut und den Atem.


Dazu kommt, dass Du selbst während einer Fastenzeit Geruchs-sensibler bist. Dadurch nimmst Du es stärker wahr.


Wie kommt es zum „müffeln“?


Während einer Fastenzeit werden Giftstoffe ausgeschieden. Der Transport dieser Stoffe erfolgt über:

  • die Blase und den Darm

  • über die Haut

  • über die Schleimhäute

  • die Atemwege

Das löst einen nicht so frischen Atem und moderaten Körpergeruch aus.


Wenn Du wie ich nicht rauchst, hast Du schon einmal bessere Karten. Bei Rauchern ist es deutlich intensiver.


Jetzt kommt die gute Nachricht. Du kannst etwas gegen das Fasten-Müffeln tun.


Viel trinken beim Fasten – das ist die Grundregel. Dadurch wird unser Körper durchgespült und der Abtransport der unliebsamen Stoffe vorgenommen.


Gegen Mundgeruch hilft:

  • Tee trinken – Fenchel, Anis- oder Salbeitee sorgen für einen besseren Atem

  • Mehrmals täglich die Zähne putzen, gern auch einen Zungenschaber verwenden.

  • Zitronenspalten aussaugen

Auf keinen Fall solltest Du Kaugummi kauen. Durch die Kaubewegung wird die Speichelproduktion angeregt und dem Magen das Signal gesendet, dass Nahrung unterwegs ist.


Damit setzt Du die Verdauung wieder in Gang und das kann zu Hungergefühlen führen.


Was Du darüber hinaus machen kannst:

  • Bevorzuge Kleidung aus atmungsaktivem Material.

  • Verwende eine gute Naturseife

  • Ein Körperpeeling hilft der Haut beim Atmen und macht sie schön

Vermeide Lotionen und Deos, die die Poren „zuschmieren“.


Fazit:

Es ist zwar eines der wenigen unangenehmen Begleiterscheinungen des Heilfastens – aber keine Sorge, niemand wird es bemerken.










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