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  • Manuela Dobrileit

Was nährt dich (nicht mehr)? - ein Gastvortrag

Aktualisiert: Juli 26

Als Antje mich Anfang März 2021 fragte, ob ich nicht Lust hätte, in einer ihrer Fastenwochen mit einem Gastvortrag dabei zu sein, war ich erst etwas perplex und dachte: Was hat denn mein Thema, die würdevolle Führungskunst, mit Fasten zu tun???


Nach einem kurzen Moment des Sacken lassen habe ich dann aber noch am gleichen Abend zugesagt. Denn na logisch gibt es da eine Verbindung, und was für eine!


Eines meiner Schwerpunktthemen ist die bewusste, sich selbst stärkende, emotional intelligente Selbstführung, kurz: Die Kunst, mit sich selbst gut umzugehen und sich gelungen durch anstrengende Zeiten und Krisen zu manövrieren. Die Selbstführung ist in meinen Augen die absolut unverhandelbare Voraussetzung dafür, dass wir auch andere Menschen gut führen können.


Wie bei der Selbstführung, so steht auch beim Fasten die Verbundenheit mit sich selbst im Fokus. In erster Linie auf der körperlichen Ebene, aber auch darüber hinaus, indem wir lernen, uns selbst wieder achtsam(er) wahrzunehmen. Vielleicht merken wir überhaupt erst dann, wenn wir nicht essen, wie wir Essen in einem stressigen Alltag als „Beruhigungsmittel“ nutzen oder auf andere Art und Weise emotional einsetzen.


Dies im Prozess des Fasten nicht zu tun, wirft uns auf eine radikale Weise auf uns selbst zurück. Wir kompensieren emotionale Zustände nicht wie sonst mit Essen und Trinken, sondern wir stellen uns ihnen, indem wir unsere Gewohnheiten und Verhaltensweisen überprüfen. Wir nehmen uns wieder anders wahr - feiner, klarer, subtiler. Wir fühlen uns wieder bewusster und bekommen so auch Zugang zu Empfindungen, Wahrnehmungen, Gefühlen, die uns erstmal irritieren und mitunter auch nicht so angenehm sind.


So machen wir nicht nur einen Frühjahrsputz auf der körperlichen Ebene, sondern reinigen uns auch auf der seelischen Ebene, indem wir beispielsweise Gewohnheiten über Bord werfen oder die Entscheidung treffen, uns anders zu verhalten. Fasten ist somit die Einladung, ganz grundsätzlich unseren Lebensstil daraufhin zu überprüfen, wer oder was uns nicht mehr dienlich ist und uns womöglich sogar bremst und blockiert.


Ich lade dich ein, dich selbst einmal zu fragen, was möchtest Du an emotionalem Ballast, an belastenden Gedanken und Gefühlen, nicht guttuenden Gewohnheiten loslassen? Was nährt dich nicht mehr? Wovon möchtest Du dich verabschieden?


Wenn wir auf mentaler und emotionaler Ebene etwas loslassen, steht die Frage im Raum, womit wir den entstehenden Raum füllen möchten. Ähnlich wie das bei der Fastenkur auf der körperlichen Ebene geschieht und wir uns währenddessen schon überlegen, wie wir uns zukünftig ernähren möchten, was uns an Lebensmitteln guttut und was wir reduzieren oder ganz vermeiden möchten.


Lass uns das Konzept der Ernährung jetzt einmal erweitern auf die geistig-seelische Ebene und überlegen, was dich auf dieser Ebene nährt und dir guttut:


  • Was möchtest Du vielleicht lange schon einmal wieder machen und hast es dir bisher nicht erlaubt?

  • Was hast Du als Kind gerne und mit großer Leidenschaft gemacht oder in einer Lebensphase, in der es noch keine Kinder gab, der Job nicht so stressig war etc.

  • Was gibt es womöglich, dass Du mal gesehen oder davon gehört hast, wo Du tief drinnen einen Impuls wahrgenommen hast, dass Du das gerne mal ausprobieren würdest? Und Du es dir nicht gestattet hast, vielleicht weil es an Zeit oder Geld fehlt oder aber jemand gesagt hat, dass das eine Schnapsidee ist. Dieser „jemand“ ist nicht selten unserer innerer Zensor und womöglich ist es nun an der Zeit, auch diesen auch den auf den Prüfstand zu stellen und dir Dinge zu erlauben, die dich inspirieren, wärmen, stärken, nähren, ja einfach auf der ganzen Linie gut tun.


Vielleicht hast Du Lust, ein wohlwollendes, umsorgendes, genussvolles Ritual mit dir selbst zu etablieren, das so selbstverständlich werden darf wie Zähne putzen, Körperhygiene, bewusste Ernährung. Vielleicht magst Du inspiriert vom Fasten lernen, wie Du dich fortan auch gedanklich und gefühlsmäßig anders nährst.


  • Indem Du Dinge tust, die dir Freude machen und die dich emotional so erfüllen, dass Du diese Erfüllung nicht (mehr) in der Chipstüte suchen musst.

  • Indem Du bewusster darauf achtest, was und wie Du denkst und Du in dir step by step eine Kultur des stärkenden, dich selbst nährenden, erfüllenden, Halt gebenden und Mut machenden Denkens aufbaust.


Diese Kultur der nährenden Gedanken führt in der Folge ebenso dazu, dass Du dich ausgeglichener fühlst und Du somit nicht auf Lebensmittel mit hohem Suchtfaktor wie eben Chips oder Schokolade zurückgreifen musst, um dieses Gefühl künstlich in dir zu erzeugen.


Entscheide dich dafür, bewusster mit dir umzugehen und dich selbst besser, würdevoller zu führen. Entscheide dich dafür, dieses während der Fastenzeit gewonnene MEHR an Bewusstsein, Achtsamkeit, Fürsorge etc. mit dir selbst nicht einfach so wieder im Alltag zu verlieren, sondern grundlegend in eine bewusstere, gesündere Lebensführung einzusteigen – körperlich und geistig, seelisch. Entscheide dich dafür, dich selbst würdevoll zu führen.


Herzlichst,

Deine Manuela Dobrileit

© brain open - Akademie für würdevolle Führungskunst®, 2021.



Manuela Dobileit ist langjährig erfahrene Coach & Mentorin im Businessumfeld sowie Expertin für emotionale Intelligenz.


In der von ihr gegründeten ‚Akademie für würdevolle Führungskunst’ steht das Thema bewusste, wertschätzende und stärkende (Selbst-)Führung und Bewusstseinsbildung im Fokus.


Mehr über Manuela und ihre Akademie für würdevolle Führungskunst® kannst Du hier erfahren: www.brainopen.de


Für Fragen oder zum Buchen eines kostenfreien Erstgespräches steht sie dir hier zur Verfügung: 0173 / 873 42 89 oder info@brainopen.de


Und wenn Du direkt einsteigen willst in die bewusste, achtsame Selbstführung, dann melde dich doch hier direkt zu Manuela online Workshop „KRAFT TANKEN: STARKE NERVEN & KRISENKOMPETENZ“ an. www.brainopen.de/krafttanken2021


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